Die Geschichte Sardiniens E-Mail

Sardinien und seine Geschichte wurde fast immer von den Historikern ignoriert, weil sie nebensaechlich erschien im Vergleich zu den grossen zeitgemaessen mediterranen Voelkern. Die Geschichte Sardiniens wurde und wird auch heute noch regional eingestuft, speziell in jenen Perioden, wo die Insel von fremden Kraeften dominiert wurde, ohne Autonomie und einer Macht unterworfen, die nicht ansaessig war.
Die Fakten, die in Sardinien stattfanden, sind Teil der Geschichte von Karthago, Rom, Byzanz usw. und gehoeren nicht zur sardischen Geschichte.
Aber ist es richtig zu sagen, dass die Insel immer von diesem oder jenem Patron besetzt wurde? Schon seit der Urzeit hat in SardinienImmigration stattgefunden, von Voelkern, die die ethnische Basis dieser Insel gebildet haben und die im Laufe der Zeit eine Nation haben entstehen lassen ( ein Volk mit den gleichen Traditionen, der gleichen Sprache und der gleichen Kunst ).
Der erste Besetzer kam in der Altsteinzeit ( Ca. 150.000 v.C.) und er verwurzelte sich auf der Insel, was 2 Orte belegen, Perfugas und die Grotte Corbeddu(Oliena), die zeigt, dass es menschliches Leben auch zu dieser Zeit gab.
Der Mensch entdeckte die Insel vielleicht aus Zufall, angeregt durch das unbarmherzige Klima, welches die Eiszeit verursacht hatte, den Tieren folgend, die dem Instinkt folgend sich Richtung Sueden wandten, um waermere Gebiete zu finden.
In der Neusteinzeit kamen neue Voelker, die auf der Suche nach Land waren, um Ackerbau zu betreiben, welcher erst kuerzlich entdeckt worden war. Die Bevoelkerungsexplosion dieser Zeit, zeitlich einzuordnen in der „Sedentarieta“, also die Art bequemer zu leben, veranlasste das Volk Anatoliens umzuziehen und neue Plaetze zu finden, um Landwirtschaft zu betreiben und Staedte zu erbauen.
So kamen um 6000 v. C. Massen von Pilgern auf die italienische Halbinsel, die Sardinien mit Schiffen erreichten, bestimmt von guenstigen Winden (Mistral) abgehend von Frankreich oder den toskanischen Inseln als Bruecke. Die „Neusteinzeitler“ vereinigten sich mit Altsteinzeitlern und aus ihnen entstand zusammen die Kultur von Ozieri und Bonu Ighinu, die wir als Eingeborene bezeichnen, auch wenn sie sich aus verschiedenen Voelkern zusammensetzten. Die nationale Basis ging so dahin, sie nahm ein bisschen von jeder ethnischen imigrierten Linie an und so entstand eeine neue Rasse, die sogenannten „Sarden“. Die Notwendigkeiten aenderten sich kontinuierlich und die leute passten sich ihnen an und nahmen Technologie und neue Ideen an.
Die Kulturen ueberlappten sich und jede nahm den Schatz in besitz des vorherigen und veraenderte dabei die Kunst, die Sprache, die Art zu leben, die sich immer mehr der Modernitaet naeherte. Die Kunst der Keramik, die Wohnorte, der religioese Glauben wechselten staendig, Zeichen einer technischen, spirituellen Evolution, die die Nation am Leben erhielt.
Auch wenn es keine schriftlichen Ueberlieferungen gibt, zeigt das Sardinien der Neusteinzeit keine Zeichen von Besetzung, die Leute sind darauf bedacht, Orte zum Leben zu finden und sie leben in Frieden miteinander.
Mit der Kultur  von M. Claro( 2700 v. C.) und Campaniforme beginnt eine Zeit der extremen Ideen und Sarde zu sein wird eine Charakteristik. Aus dieser Zeit komen die ersten Bedrohungen, sowohl aus dem Ausland als auch von entfernten politischen Gruppen, die es noetig machten, Festungen zu bauen und sich so den verschiedenen Angriffen zu erwehren, aber die Autonomie der Insel scheint unantastbar zu sein.

Im Jahre 1800 v. C. beginnt die kulturelle Phase der Nuraghen mit ihren technischen Ausdruecken und wichtigen  Gedanken, die stark auch von ausssen beeinflusst werden, “sardisch“ zu bleiben, komme was wolle, eine wahre Nation mit allem was dazugehoert, Autonomie und Dynamik.
Mit der Ankunft der Phoenizier im 10. Jahrhundert v.C. wird Sardinien Teil der Historie und es beginnt eine Periode der Kontakte mit dem Ausland, das waechst und den Handel verstaerkt. Die Phoenizier erbauten in der ersten Zeit eine reihe von Kolonien, die abgeschottet an der Kueste lebten und in keiner Weise die Freiheit des nuraghischen Volkes stoerten. Nur im 6. Jahrhundert v.C. versuchte dieses semitische Volk sch ins Innere der Insel auszubreiten, aber mehr in der Absicht ihre Staedte zu schuetzen, als andere Orte der Insel zu erobern, so entstand die reaktion des Nuraghenvolkes, die einen herrscherstaat gruendeten. Mit der Ankunft der Karthager kann man von herrschaft sprechen, auch wenn nur teilweise, weil die Haelfte der Insel noch unbeherrscht und unentdeckt war.
Diese teilautonomie wurde im 9. Jahrhundert unterbrochen, als die Rechsstaaten eindrangen, die man als herrscher betrachten kann, weil sie in der Lage waren, ihre eigene externe Politik und Autonomie durchzusetzen. Eine perfekte Unabhaengigkeit, die einige Jahrhunderte dauerte, trotz grosser politischer und ekonomischer Einfluesse grosser maechte wie zum Beispiel das Volk von Pisa und Genua. Das Volk von Pisa wurde teilweise Herrscher der Gallura und Teil des Calaritano, waehrend der rest Sardiniens sich mit dem Volk von Arborea auseinander setzen musste, die ihre Kraefte verstaerkten, ein Teil des Gebiets der Rechtsstaaten besetzten, naemlich Torres und sich grosser Unabhaengigkeit und Autonomie erfreuten.
Mit der Gruendung des Reichs von „Sardinien und Korsika“ von Seiten Bonifacius VIII wurde die Insel ein Rechtsstaat mit allen Rechten… Territorium, Volk, Form und Name, der vom rechtmaessigen Koenig der Aragoner GiacomoII im Jahre 1324  gegeben wurde.
In Sardinien lebten also 2 autonome Staaten nebeneinander, das Reich von Arborea und das sardische Reich und hier kann man sicherlich nicht von Herrschaft sprechen, abgesehen von der Kirche, die das Recht hatte, Koenigreiche zu errichten, indem sie das „Costitum Costantini“ benutzte. Dieses recht wurde als „falsche Historie“ bezeichnet, als es bereits zu spaet war, aber es blieb trotzdem alles so, wie die Kirche es erschaffen hatte und nichts wurde eliminiert. Mit den Aragonern wurde Sardinien Teil des Koenigreichs von Aragonien, eine Union von Staaten, rechtskraeftig ueberlegen und sicherlich nicht perfekt.
Mit den Spaniern veraenderte sich die Situation kaum, die Insel hatte einen Koenig, ein Parlament und alle Requisiten eines Staates. Im Jahre 1720 nach einer Habsburger Regierungszeit kamen auf den Thron von Sardinien die Savoia und der Staat vermehrte seine Laendereien und nahm auch das Piemont in Besitz.
Man erreicht das Jahr 1861 und das sardische Reich wird in das italienische Reich umgewandelt, dieses Mal wechselt der Name, aber der Staat behaelt den gleichen Koenig, das gleiche Parlament, die gleichen Gesetze und die gleichen Institutionen.
Der jetzige italienische Staat wurde Republik, verwurzelte sich in seinem Exkoenigreich Sardinien und so wurde aus der Geschichte Sardiniens die Basis der Geschichte Italiens.


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